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Unerwünschte Telefonanrufe kennt fast jede und jeder. Ob Handy oder Festnetz – plötzlich klingelt es, und jemand will etwas verkaufen oder setzt dich unter Druck. Solche Anrufe sind nicht nur lästig, sondern können auch dazu dienen, an persönliche Informationen zu kommen.

Viele Betroffene berichten, dass sie mehrmals täglich von unterschiedlichen Nummern angerufen werden. Besonders häufig trifft es das Festnetz – vor allem dann, wenn die Nummer im Telefonbuch eingetragen ist.

Nummer im Telefonbuch = leichter Treffer

Einträge im Telefonbuch gelten für Callcenter und Betrüger als einfache Zielquelle:

Festnetznummer öffentlich auffindbar

höhere Erreichbarkeit

häufig ältere Personen als Zielgruppe

wechselnde Nummern, um Blockierungen zu umgehen

Die Folge sind wiederholte Anrufe zu beliebigen Tageszeiten, ohne Einwilligung.

Warum Blockieren oft nicht reicht

Auch wenn Anbieter Schutzfunktionen anbieten, bleiben Probleme bestehen:

ständig neue Rufnummern

gefälschte Nummern (Spoofing)

Anrufe aus dem Ausland

kaum rechtliche Handhabe im Einzelfall

Ein „Bitte keine Werbung“ schützt nicht zuverlässig.

Praktischer Tipp: Sichtbarkeit reduzieren

Wenn unerwünschte Anrufe vor allem auf dem Festnetz kommen, liegt das meist an öffentlichen Einträgen in Telefonbüchern oder Online-Verzeichnissen. Diese Einträge sind freiwillig und können oft entfernt werden.

Prüfe:

ob deine Nummer bei local.ch oder search.ch gelistet ist

ob du den Eintrag löschen oder auf „nicht öffentlich“ setzen kannst

Das reduziert die Anrufe spürbar.

Was du nie tun solltest

persönliche Daten weitergeben

Codes oder Passwörter nennen

unbekannte Nummern zurückrufen

dich unter Zeitdruck setzen lassen

Am Telefon gilt: Misstrauen schützt.

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